Unser diesjähriger Italien‑Roadtrip begann hoch oben über Bozen, führte uns durch die Berge der Toskana, weiter nach Rom, Neapel, Kalabrien, über die Straße von Messina bis hinauf auf den Ätna – und wieder zurück.
Jenesien/Tirol – Ein Auftakt über den Dächern von Bozen
Auf dem Weg in die Toskana legten wir unseren ersten Stopp in Jenesien ein. Der Campingplatz auf dem Salten, hoch über Bozen, ist ein Ort, an dem die Luft klarer und die Gedanken leichter werden.
Der Abend gehörte „Luis & die Buam“ – einem Gasthaus, das uns mit bodenständiger Südtiroler Küche und einer Herzlichkeit empfing, die sofort Urlaubsmodus auslöst.
Pontremoli – Ursprüngliche Toskana und die „Schwarze Johanna“
Weiter ging es nach Pontremoli, wo wir auf der Federico Farm campten – ein ursprünglicher, fast magischer Platz inmitten der toskanischen Berge.
Auch ein perfekter Ort, um den Tag mit einem „Böttgers Royal“ abzuschließen – eine schöne Tradition, die uns auf dieser Reise immer wieder begleiten sollte.
Pontremoli war außerdem unser Ausgangspunkt für einen besonderen Ausflug:
- Besuch des Parmesan-Museums in Noceto
- Führung durch die Herstellung
- Verkostung verschiedener Reifegrade
- und ein komplettes Parmesan-Menü im angeschlossenen Restaurant
Ein kulinarischer Höhepunkt, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Langhirano – Wo der Parmaschinken zuhause ist.
Auf dem Weg nach Rom machten wir Halt in Langhirano, der Heimat des Parmaschinkens.
In der Salumificio Conti tauchten wir ein in die Welt der langen Reifezeiten, der salzigen Luft und der Handwerkskunst, die echten Prosciutto di Parma ausmacht.
Natürlich inklusive Verkostung – ein Traum für jeden Feinschmecker.
Rom – Hochkultur, Hochgenuss und eine heilige Pforte
Rom empfing uns mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Geschichte und Lebensfreude.
Historisch beeindruckte uns:
- das Kolosseum
- die Vatikanischen Museen
- der Petersdom mit der Pietà
- und die Heilige Pforte, die nur alle 25 Jahre geöffnet wird.
Einmal hindurchzugehen – und alle Sünden sind vergeben. Praktisch.
Kulinarisch verwöhnte uns:
- Tonnarelli Cacio e Pepe – die quadratische Pasta, die es nur in Rom gibt.
- kleine Cafés in Seitenstraßen
- Prosecco, diesmal ohne Johanna
Rom bleibt Rom: laut, schön, überwältigend.
Sperlonga – Riviera-Idylle und echter Büffelmozzarella
In Sperlonga erwartete uns eine Altstadt wie aus einem Gemälde.
Aperitivo auf schattigen Plätzen, entspannte Menschen, Meeresluft.
Und dann: Büffelmozzarella, frisch aus der Region – unvergleichlich cremig, intensiv und weit entfernt von dem, was man zuhause im Supermarkt bekommt.
Mit Tomaten, Olivenöl und Weißbrot ein Gedicht.
Neapel & Pompeji – Zwischen Katakomben, Pizza und Vesuv
Neapel ist ein Erlebnis für alle Sinne:
- Führung durch Katakomben und römische Fundamente
- Spaziergang über die Spaccanapoli
- spontane Maradona-Huldigungen
- und natürlich: Sfogliatella, Babà und Pizza Napoletana
Der Tag endete auf dem Campingplatz bei Pompeji, mit Blick auf den Vesuv und einem Gin Tonic mit Böttger’s Badewannen-Gin.
Am nächsten Morgen folgte der Besuch der antiken Stadt – ein Ort, der sprachlos macht.

Pisciotta – Ruhe, Berge und italienische Hausmannskost
Weiter südlich erreichten wir Pisciotta, eine weniger touristische Region voller Charme.
Hier gab es:
- Radtouren durch die Berge
- Fleischbällchen in Tomatensoße
- jede Menge Seafood
Abends unter Pinien: Salat mit viel Parmesan, Prosciutto di Parma und einem Böttger’s Royal – Prosecco eignet sich dafür hervorragend.
Kalabrien – Olivenhaine, Salsiccia und ein albanisches Dorf
In Kalabrien fanden wir bei einen Stellplatz mitten in einem alten Olivenhain – ganz für uns allein.
Biancas Mutter kochte uns Pasta mit typisch kalabrischer Salsiccia. Danach gab es Fenchelschnaps – Anice –, interessant, aber gewöhnungsbedürftig.
Ein Ausflug führte uns nach Civita, ein Dorf, das vor Jahrhunderten von albanischen Flüchtlingen gegründet wurde.
Wir trafen herzliche Menschen – und sogar „Joe Biden“, der eine Brieffreundschaft mit uns begann.
Stignano – Sonnenaufgänge und Bergdörfer
In Stignano genossen wir Strand, Meer und frühe Sonnenaufgänge mit Espresso.
Mit den eBikes erkundeten wir die Küstengebirge und machten Halt in kleinen Dorf-Cafés in Riace und Camini.
Sizilien – Ätna, Taormina und die Nonnen von Palermo
Über Scilla, bekannt aus Homers Odyssee, setzten wir nach Sizilien über.
Unser erster Stopp: Motta Camastra, Ausgangspunkt für die Ätna-Besteigung. Der Vorabend wurde natürlich zur körperlich und seelischen Kräftigung genutzt – ein Gin Tonic mit Böttgers Badewannen-Gin durfte zu klassisch italienischen Abendessen nicht fehlen.
Die Wanderung über Lavafelder und Krater war beeindruckend – und zwischen all der schwarzen Asche fanden wir einen kleinen Marienkäfer.
Abends gab es einen Böttger’s Mule zur Staubspülung.
Taormina war touristisch, aber wunderschön – und kulinarisch ein Muss:
- Zitronen- oder Mandelgranita mit Brioche
- Arancini in allen Variationen
Schließlich erreichten wir Palermo: laut, wild, faszinierend.
Wir aßen Arancini, tranken Bier und probierten Cannoli und Minne delle Vergini im Kloster „I segreti del Chiostro“ – ein Ort, der Tradition und Genuss vereint.
Abschied und Heimreise
Nach einem letzten Tag in Palermo ging es auf die Fähre nach Livorno.
Die Insel verschwand im Sonnenuntergang, und wir machten uns über Tirol auf den Weg zurück nach Deutschland.
Fazit – Italien zum Schmecken, Riechen und Erleben
Dieser Roadtrip war eine Reise durch Landschaften, Traditionen und vor allem durch die kulinarische Seele Italiens.
Ob Parmesan, Prosciutto, Mozzarella, Arancini oder die kleinen Köstlichkeiten der Nonnen – überall begegneten uns Menschen, die mit Leidenschaft produzieren, kochen und erzählen.
Und abends, wenn wir den Tag Revue passieren ließen, war ein Glas Böttger Bitter oder eine unserer Longdrink-Spezialitäten der perfekte Begleiter.
Italien – wir kommen wieder.